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   Krisennavigator 
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15. Jahrgang (2012) - Ausgabe 5 (Mai) - ISSN 1619-2389
Ein "Spin-Off" der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Krisennavigator
Mit freundlicher Unterstützung
der Deutschen Gesellschaft für
Krisenmanagement (DGfKM) e.V.

und der Partnerunternehmen:

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"Public Private Partnership und
strategische Führung" –
Wie staatliche Einrichtungen und
Unternehmen sicherheitspolitische
Krisen gemeinsam bewältigen können

von Dr. Dirk Freudenberg

Überblick

Moderne Industriegesellschaften besitzen gerade in Ballungsgebieten eine
Vielzahl an Kritischen Infrastrukturen – wie Telekommunikation, Stromversorgung und Verkehrswesen. Deren Störung oder Ausfall kann zu massiven Beeinträchtigungen führen. Zum einen ist der Staat häufig nicht mehr Eigentümer dieser Schlüsselressourcen, sondern hat große Teile davon an privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen übergeben. Zum anderen machen Naturkatastrophen weder an staatlichen noch an Unternehmensgrenzen halt.

Um gesamtgesellschaftliche, wirtschaftliche und administrative Abläufe zu
schützen bzw. rasch wiederherzustellen, sollten Staat und Unternehmen in vertrauensvollen Sicherheitspartnerschaften zusammenarbeiten. Als einen Schritt in diese Richtung bietet die Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) für die Vertreter staatlicher Einrichtungen und ausgewählter Unternehmen der freien Wirtschaft krisennahe Schulungen an.

Weil eine Krise gerade am Anfang häufig durch Chaos gekennzeichnet ist,
können betriebliche Sicherheitsvorkehrungen und Checklisten alleine niemals
alle Unwägbarkeiten berücksichtigen. In kritischen Situationen müssen vielmehr die aktuelle Lage festgestellt, Handlungsmöglichkeiten abgewogen sowie
Entschlüsse gefasst und kontrolliert werden. Erfolgreiches Führungsdenken und
zielgerichtetes Führungsverhalten sind daher eine wichtige Voraussetzung für
das Gelingen der Krisenbewältigung.

Bisher waren Unternehmen bei der Ausbildung und Einübung von Führungseigenschaften in Krisensituationen weitgehend auf sich selbst gestellt. Die AKNZ möchte die Führungsausbildung für Krisenstäbe konzeptionell vereinheitlichen. Außerdem sollen die Schnittstellen und Rollen externer Akteure – beispielsweise aus der Privatwirtschaft – bei der staatlichen Krisenbewältigung optimiert werden. Auch die Aufnahme und aktive Einbindung von Unternehmensvertretern als nichtständige Mitglieder in die entsprechenden Krisenstäbe ist wünschenswert.

Über den Autor

Dr. Dirk Freudenberg leitet seit Oktober 2006 kommissarisch den Fachbereich Sicherheitspolitik, Grundlagen, Koordination der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bad Neuenahr-Ahrweiler.



Dr. Dirk Freudenberg

Langfassung

Die ausführliche Fallstudie mit zahlreichen Detailinformationen ist im folgenden Sammelband enthalten:

Frank Roselieb / Marion Dreher (Hrsg.),
Krisenmanagement in der Praxis:
Von erfolgreichen Krisenmanagern lernen,
Erich Schmidt Verlag, Berlin,
2008, 276 Seiten, EUR 49,95
ISBN 978-3-503-10090-3

| Inhalt | Bestellen |

Erstveröffentlichung im Krisennavigator (ISSN 1619-2389):
10. Jahrgang (2007), Ausgabe 9 (September)


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Vervielfältigung und Verbreitung - auch auszugsweise - nur mit ausdrücklicher
schriftlicher Genehmigung des Krisennavigator - Institut für Krisenforschung, Kiel.
© Frank Roselieb 1998-2012. Alle Rechte vorbehalten.
Internet:
www.krisennavigator.de | E-Mail: roselieb(at)krisennavigator.de

 
   

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